Bitte teilen Sie unsere Notfellchen. Zusammen schaffen wir eine bessere Welt für viele Tiere!


Fellchen bei der kranken Dame

Gilen

Schon das Schreiben dieses Infotexts ist schwierig. Wie sollen wir etwas erklären, was von Deutschland aus so schwer zu verstehen sein wird? Wo es in Deutschland so viele Möglichkeiten gibt, sich und notleidenden Tieren helfen zu lassen? 

 

Stell dir vor, du siehst täglich das Elend hunderter Tiere auf der Straße. Stell dir vor, du bist alleine und widmest dein Leben diesen Tieren. Du nimmst immer wieder schlimme Fälle auf. Warum informierst du nicht einfach die Behörden oder das Tierheim? 

Tja, weil du nicht in Deutschland bist.

Es gibt keine Tierheime. Es gibt Tötungsstationen. Die Behörden haben mit Tierschutz als Selbstzweck wenig am Hut. Seuchenkontrolle etc., ja. Tötungsaktionen und Ähnliches, ja. Aber Hilfe für einzelne Tiere oder gar für behinderte Tiere? Weshalb? Wofür? Für das Tier selbst? Nein, niemals.

 

Du weißt, dass es ganz genau drei Alternativen gibt:

1. Du überlässt die Tiere ihrem Schicksal in dem Wissen, dass besonders die behinderten Tiere mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit langsam und qualvoll dahinsiechen.

2. Du informierst die Behörden und kannst zumindest hoffen, dass die Tiere sehr bald und mit Glück auf weniger grausame Weise sterben

3. Du nimmst dich der Tiere an und versuchst langfristig eine nachhaltigere Lösung zu finden.

 

Dein Herz lässt nur die dritte Alternative zu und schleichend kommt immer wieder ein Fellchen dazu. Was macht schon ein Kätzchen mehr, und hat es nicht jede Seele verdient, gerettet zu werden? Oftmals sind es Handicapkatzen, denn sie haben so gut wie keine Überlebenschance ohne dich, das weißt du. Schon gesunde Katzen kommen kaum unter und wenn, selten ein Leben lang. Viele Familien werden den Katzen irgendwann überdrüssig und werfen sie weg wie Müll.

 

Irgendwann schaust du dich um und dein Haus ist voller Katzen. Du kümmerst dich um alle und es gibt auch einige Menschen, die dir bei der täglichen Arbeit helfen.

 

Und dann wirst du krank. Du wirst so schwer krank, dass dir die Kraft fehlt, dich um deine Schützlinge so zu kümmern wie du das möchtest und wie sie es brauchen. Aber wohin? Es gibt keine Tierheime, nur sehr wenige Tierschützer und alle die du kennst, haben nicht die Kapazität sich deiner Tiere so anzunehmen, wie sie es brauchen. Und du liebst diese Tiere, auch wenn du sie nicht mehr so versorgen kannst wie es nötig wäre. Und eines Tages kommst du in Kontakt mit einer jungen Frau, die sagt, sie kann dir helfen. Die sagt, deine Schützlinge haben die Chance auf ein gutes Leben. Es fällt dir sehr schwer die Kleinen ziehen zu lassen, aber nach und nach wird dir bewusst, dass es eine echte Chance ist, vielleicht die einzige. 

 

Wir wissen nicht genau, wie sich alles bei der Dame zugetragen hat und wie es zu der Situation kam, die Ana dort vor einigen Wochen vorgefunden hat.  Es gibt dort mehrere Tiere, zumeist in schlechtem Ernährungs- und Gesundheitszustand. Eine Situation, die der schweren Erkrankung der Frau, Ihren zahlreichen Notfellchen und der schwierigen Situation in Spanien geschuldet ist. Viele von uns und sicherlich auch von Euch kennen vermutlich die Situation, wenn die Kräfte schwinden und einem etwas über den Kopf wächst. Wenn dann niemand da ist, dem man vertrauen und den man um Hilfe bitten kann, sondern im Gegenteil jede Stelle, die man um Hilfe bitten könnte leider mit größerer Wahrscheinlichkeit auch den Tod der Tiere bedeuten kann... Für Tierschützer in Spanien ist Vertrauen wirklich ein unbezahlbares Gut, denn, dass im Sinne der Tiere gehandelt wird ist leider kein Selbstzweck. Nach und nach hat die Frau Vertrauen zu Ana gefasst und lässt sie in zunehmendem Maße helfen.

 

Wir maßen uns dazu kein Urteil an, denn die meisten dieser Tiere wären mit großer Wahrscheinlichkeit ohne die Dame bereits tot. Fest steht in jedem Fall, dass die Tiere in diesem Haushalt dringend Hilfe brauchen. Wir sind sehr glücklich, dass die kranke Frau mittlerweile zugestimmt hat, dass Ana die am schlimmsten unterernährten oder kranken Tiere nach und nach mitnehmen und aufpäppeln darf. Einige der armen Fellnäschen haben mittlerweile schon gute Anfragen, andere werden erst vermittelbar sein, wenn wir sie, im Idealfall auf einer Pflegestelle, medizinisch abgeklärt und versorgt haben. Auch das ist aber alles andere als einfach, denn viele der Katzen werden mindestens zu Anfang, potentiell auch ein Leben lang, Unterstützung brauchen, die bedingt, dass (Pflege-) Frauchen oder Herrchen nicht langer als einige Stunden am Stück außer Haus sein können. Das grenzt natürlich auch verfügbare Pflegestellen extrem ein.

 

Wir gehen davon aus, dass für jedes Fellchen Futter zum Aufpäppeln benötigt wird, und für viele werden Tierarztkosten anfallen. Gerade bei den Handicats sind auch Operationen nicht unwahrscheinlich. Auch Transportkosten kommen bei diesen Katzen möglicherweise lange vor Vermittlung dazu. Somit kann jede Katze, die wir übernehmen potentiell einige Hundert oder sogar über Tausend Euro kosten. Wir haben hier also definitiv die Situation, dass wir auch dann noch vor fast unüberwindbaren Hürden stehen, wenn alle organisatorischen und emotional-menschlichen Herausforderungen gemeistert sein werden. Weil wir mit den armen kleinen Überraschungspaketen in Summe ein erhebliches finanzielles Risiko eingehen würden, würden wir die Versorgung unserer anderen Schützlinge gefährden, wenn wir nicht gemeinsam finanziell vorsorgen. 

 

Wenn jemand Erfahrung mit speziellen Notfellchen hat oder vielleicht jemanden kennt, der Erfahrung hat und vielleicht so einen Schatz adoptieren möchte, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme ebenfalls unheimlich freuen. 

 

 

Wie ihr seht, ist dieser Fall also eine Herausforderung auf allen Ebenen.  

 

Diese Fellchen brauchen uns dringend! Schaffen wir es zusammen, diesen Katzen nachhaltig zu helfen? 




Wenn Sie diese extremen Notfellchen bei der kranken Frau unterstützen möchten, können Sie, unter Angabe des Betreffs (wichtig, damit wir Ihre Spende zuordnen können) "Spende Übernahme Notfellchen der kranken Frau NFS", auf unser Vereinskonto überweisen:

 

Kontoinhaber: Sieben-Katzenleben e.V.
Bank: Volksbank in der Ortenau
IBAN: DE086 6490000 0061886508

 

Im Bereich "Spendenshop" können Sie für diese Fellchen und andere Notfellchen Spenden zusammenstellen.

 

Wenn Sie per Paypal direkt überweisen möchten, können Sie das mit einem Click auf "Spenden" tun:


Updates zu den Notfellchen bei der kranken Dame

Wofür wurden die bisherigen Spenden verwendet?

Da wir die Verantwortung für einige hundert Tiere haben, können wir deren Versorgung nicht gefährden und brauchen dringend eure Unterstützung um für die Aufnahme der medizinischen Überraschungspakete finanziell gerüstet zu sein. Da die Kosten nur grob vorab geschätzt werden können, findet ihr hier eine Auflistung über die Maßnahmen, die mit den Spenden unterstützt wurden. 

17.09.2020

Wir haben schon einen Puffer aufgebaut, mit dem wir die Versorgung zweier einfacher Fellchen stemmen könnten. Ihr seid toll, Danke! Damit wir auf die Menge an Fellchen bzw die schwierigen Fellchen vorbereitet sind, wird weiterhin dringend Unterstützung gesucht.

14.09.2020

Vielen Dank an die ersten Helfer, die mit ihren Spenden schon die Versorgung eines voraussichtlich "einfachen" Fellchens ermöglichen. Ihr seid der Wahnsinn! Für die komplizierteren Fellchen oder für weitere einfache Fellnäschen werden weiterhin ganz dringend Unterstützer und Adoptanten  gesucht. Zusammen schaffen wir das!

13.09.2020

Für Liana kam leider jede Hilfe zu spät. Sie war eine bezaubernde kleine Maus, die sehr liebevoll war und jede Aufmerksamkeit genoss. 

 

Sie war sehr schwach, als Ana sie mitgenommen hat. In ihrem bereits sehr abgemagerten Zustand hatte sie nicht mehr die Kraft, mit Ana und dem Tierarzt den Durchfall zu besiegen und wieder zuzunehmen.